Wer mit Kindern ins Allgäu fährt, denkt zuerst an Berge, Seen und Wanderwege. Dabei liegt im Markt Bad Wörishofen ein Freizeitpark, der sich in den letzten Jahren zu einem echten Familienausflugsziel entwickelt hat: der Skyline Park. Über 50 Attraktionen auf einem weitläufigen Gelände, Achterbahnen mit ordentlich Tempo und ein eigener Bereich für die Kleinsten. Das klingt nach einem langen Tag im Freien, und das ist es auch.
Der Skyline Park liegt direkt an der B12 zwischen Kaufbeuren und Memmingen, also gut erreichbar auch aus Richtung München oder Ulm. Das Gelände ist nicht überwältigend groß, aber sinnvoll angelegt. Wer mit einem Kinderwagen kommt, findet breite Wege und kaum unüberwindbare Stufen. Das ist kein Selbstverständlichkeit bei Freizeitparks dieser Größe.
Besonders auffällig ist die Mischung aus echten Adrenalin-Attraktionen und ruhigeren Bereichen für Familien mit jüngeren Kindern. Das bedeutet: Eltern mit einem Kleinkind und einem Zehnjährigen müssen sich nicht ständig aufteilen, sondern finden in vielen Bereichen etwas, das für beide Altersgruppen funktioniert.
Der sogenannte Kinder-Skyline-Bereich richtet sich an Kinder zwischen etwa 3 und 9 Jahren. Hier gibt es kleinere Achterbahnen, eine Wasserfahrt mit überschaubarer Spritzwirkung und mehrere Fahrgeschäfte, bei denen Kinder selbst am Steuer sitzen. Die Wartezeiten in diesem Bereich sind meistens kürzer als an den großen Hauptattraktionen.
Wer Kinder im Vorschulalter dabei hat, sollte sich vorab die Mindestgrößen anschauen. Viele Fahrgeschäfte im Kinderbereich erfordern eine Körpergröße von mindestens 90 cm, manche bis zu 110 cm. Ein 4-jähriges Kind liegt da je nach Wuchs direkt an der Grenze. Auf der offiziellen Parkwebsite sind die Größenangaben gut dokumentiert.
Für Kinder ab etwa 10 Jahren und Jugendliche bietet der Park deutlich mehr Substanz. Der Skyline Park Allgäu betreibt mit dem „Sky Dragster“ eine Rennbahn-Achterbahn, die eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h erreicht und damit zu den schnellsten ihrer Art in Bayern zählt. Dazu kommt eine Holzachterbahn, die mit klassischem Rüttelcharme punktet, sowie eine Looping-Bahn für alle, die es kopfüber mögen.
Die Wasserattraktionen sind im Sommer besonders gefragt. Ein Wildwasser-Floß und eine Wildwasserbahn sorgen dafür, dass zumindest die vorderen Reihen nass werden. Im Juli und August empfiehlt sich ein Wechselshirt im Rucksack, das ist kein Scherz.
Die Preise variieren je nach Saison und Kaufweg. Wer online vorbucht, zahlt in der Regel weniger als an der Tageskasse. Als grobe Orientierung: Erwachsene zahlen zwischen 30 und 38 Euro, Kinder ab 100 cm Körpergröße zwischen 26 und 32 Euro. Kinder unter 100 cm haben freien Eintritt. Familientickets für 2 Erwachsene und 2 Kinder liegen je nach Saison um die 100 Euro, können aber deutlich günstiger werden, wenn man früh bucht oder Aktionsangebote nutzt.
Der Park öffnet in der Hauptsaison täglich ab 10 Uhr, schließt in der Regel um 18 Uhr. An besonders stark besuchten Tagen, also Wochenenden im Juli und August, lohnt es sich, spätestens um 9:30 Uhr auf dem Parkplatz zu sein. Der Parkplatz kostet extra, zuletzt rund 5 Euro pro Fahrzeug.
| Personengruppe | Preis (ca.) |
|---|---|
| Erwachsene | 30 bis 38 Euro |
| Kinder ab 100 cm | 26 bis 32 Euro |
| Kinder unter 100 cm | Eintritt frei |
| Parkplatz | ca. 5 Euro |
Im Park gibt es mehrere Gastronomiestände und Restaurants, von der Pommes-Bude bis zum Sitzrestaurant. Die Preise sind typisch für Freizeitparks, also spürbar über Alltagsniveau. Wer eine Familie mit drei Kindern verpflegen möchte, sollte das einkalkulieren.
Eigenes Essen mitbringen ist erlaubt, zumindest in abgegrenzten Picknickbereichen außerhalb der Fahrgeschäftszonen. Das ist ein echter Vorteil gegenüber manchen anderen Parks, die Außenverpflegung komplett untersagen. Eine Kühlbox mit belegten Broten, Obstschnitzen und ausreichend Getränken hält die Kosten im Rahmen und rettet den Tag, wenn Kinder nach zwei Stunden Schlange stehen hungrig und gereizt werden.
Ein Ausflug in den Skyline Park funktioniert am besten, wenn die Erwartungen realistisch sind. Es ist kein Disneyland und will es auch nicht sein. Aber für einen langen Sommertag mit Kindern zwischen 4 und 14 Jahren bietet das Gelände eine gute Mischung aus Aufregung, Ruhe und Raum. Und am Ende des Tages ist eine erschöpfte, glückliche Rückbankbesatzung das verlässlichste Qualitätsmerkmal.